Donnerstag, 9. Februar 2017

Grosse Sprünge und grosse Pläne


Ich darf meine Kinder nicht mehr "meine Babys" nennen. Denn das sind sie nun defintiv nicht mehr. Sie haben seit letztem Herbst riesige Entwicklungssprünge gemacht. Sie reden immer mehr, sie sind daueraktiv, sie sind unglaublich neugierig, und sie wollen immer überall dabeisein, mitmachen und mithelfen, sei es in der Küche oder im Haushalt. Und ab August gehen sie in die Waldspielgruppe, jeweils einen halben Morgen in der Woche. Wahnsinn.

Wir kochen Suppe


Der Monsieur am Staubsaugen

Momentan sind die beiden ziemlich anstrengend, wie das so ist mit 2-jährigen...in den kleinen Gehirnen geht gerade die Post ab. Sie machen fast den ganzen Tag nur Dinge die wir Erwachsene als "Blödsinn" bezeichnen. Sie räumen immer alles aus, kein Schrank und keine Schublade ist vor ihnen sicher, sie hinterlassen überall Chaos, schmeissen die ganzen Decken, Kissen und Plüschtiere von den Betten, haben angefangen die Fenster zu öffnen (wir mussten abschliessbare Fentergriffe montieren), ziehen sich ständig aus, wollen immerzu mit dem Wasser im Bad spielen, verhauen sich mehrmals täglich und schreien oft grundlos und wild herum. Dafür sind sie momentan sehr kreativ und malen sich ihre Welt gerne bunt.

Projekt mit unserer verrückten Mama

Auch wenn das alles sehr intensiv ist, können wir uns ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Doch manchmal brauchen wir eine kleine Auszeit, dann gönnen wir uns einen Tag nur zu zweit (Kids sind dann bei der Oma) oder etwa 2x jährlich ein Weekend. Mit der Oma reden sie französisch und sie finden das sehr spannend.

Mit Oma im Wald

Ansonsten haben die beiden auch beim Spielen Sprünge gemacht, sie haben Rollenspiele für sich entdeckt und dann wird geplappert was das Zeug hält. Mal spielen sie Arzt, dann wieder Einkaufen oder bemuttern ihre Puppen.


Mr. L. mag momentan die Figur Globi. Es ist eine Schweizer Figur. Er ist völlig verrückt danach und hat von seiner Tante eine kleine Plüschfigur erhalten, dann hat er noch diverse Bücher und mehr mit seinem geliebten Globi. Er interessiert sich bereits für Buchstaben und schaut sich gerne Bücher an. Draussen ist er auch gerne, ausser wenns kalt ist. Er sehnt sich nach dem Sommer, denn jedes Mal, wenn wir am Fluss vorbeilaufen, fragt er wann wir wieder baden gehen können. Er liebt es nach wie vor zu tanzen. Seine Haare möchte er nicht schneiden, weil er sie so gerne kämmt.
Er benennt sämtliche Zutaten die es braucht, um ein Brot zu backen oder eine Suppe zu kochen. Leider hat er momentan viele Ängste, wir wissen nicht genau warum und können nicht mehr tun als mit ihm darüber zu reden und ihn damit nicht alleine lassen.
Manchmal möchte er ein Röckchen anziehen und tanzt dann damit in der Wohnung herum.

Mlle. J. wird von manchen als "Persönchen" bezeichnet (nett gemeint). Sie weiss was sie will und möchte ihren Dickkopf durchsetzen. Ich fresse einen Besen wenn sie mal eine Lady wird, sie bleibt hoffentlich unsere Räubertochter! Sie hat aber auch eine sehr fürsorgliche Seite, wenn es jemandem nicht gut geht möchte sie Tee bringen, trösten, "hilft" den Leuten aufzustehen und fragt behutsam: "Gohts?" ("Gehts" auf Schweizerdeutsch). Das finden wir supertoll! 
Sie hat entschieden dass sie kein rosa mehr tragen möchte (mit einigen wenigen Ausnahmen), und natürlich respektieren wir das. Stattdessen haben jetzt coole Sachen wie Batman, blau-grau-grün sowie Monster und Fahrzeuge in ihrem Kleiderschrank Einzug gehalten. Sie ist überglücklich wenn sie das tragen kann was sie will und das ist schön zu sehen. Sie ist auch immer dabei wenn es darum geht Maschinen oder Werkzeug zu bedienen oder grosse Fahrzeuge zu bewundern. Sie hat schon halbwegs den Wunsch geäussert ihre Haare schneiden zu wollen, wir warten aber noch bis sie drei gewesen ist und sich wirklich gut ausdrücken kann was sie möchte.

Für mich ist es sehr schön zu sehen, wie die beiden - weil sie noch nicht wissen was die Gesellschaft als "weiblich" und "männlich" definiert - sehr frei sein können, einfach so sein wie sie möchten, ohne Druck, ohne dumme Kommentare, ohne irgendwie das Gefühl zu haben sich anpassen zu müssen. Ich hoffe sehr dass unsere Kids noch lange sich selber bleiben und nicht allzu schnell den Erwartungen der Gesellschaft  entsprechen wollen. Ich werde diese Unangepasstheit fördern so gut ich kann!  

Bei uns hat sich auch sonst einiges getan. Wir sind in ein anderes Modell was die Arbeitsteilung angeht gestartet, ein Modell dass wir schon länger im Kopf hatten, aber das nie umsetzbar schien. Nun hatten wir endlich die Gelegenheit die Idee in die Tat umzusetzen. Ich habe einen meiner Jobs gekündigt, ich fühlte mich dort sowieso nicht mehr wohl. Seit Anfang dieses Monats arbeite ich noch 50%. Meine Frau hat ihr Pensum als Nachtwache in einem Heim erhöht auf ca. 40%. Wir werden weniger Geld haben, dafür mehr gemeinsame Zeit als Familie, was uns wichtiger ist als ein dickes Bankkonto. Wir sind mit der Zeit auch immer mehr Richtung "einfaches, aber glückliches Leben" gedriftet, das ging irgendwie ganz von alleine, weil wir uns das wünschten. Wir sind nun gespannt was diese Zeit alles mit sich bringen wird. Ich habe natürlich schon tausende Ideen, muss das alles aber noch kanalisieren...


Diesen Frühling werden wir unsere Ferien in einer einsamen Hütte in Südfrankreich verbringen. Es hat dort kein fliessendes Wasser, keinen Strom, und demzufolge auch keinen Kühlschrank oder Bad. Das Wasser muss man bei einem Brunnen in der Nähe holen, und wenn es dunkel wird gibt es Kerzen oder dann passt man sich halt einfach der Natur an und geht ins Bett. Es hat einen Fluss und unberührte Natur in der Nähe. Ich mache hiermit gerne Werbung für mein Heimatland Frankreich, es gibt so viele schöne Regionen zum Entdecken und Geniessen, eure Kids können so laut sein wie sie möchten, und ihr esst wie Gott höchstpersönlich. Die besten Croissants, die beste Confiture, den besten Fromage, den besten Wein...

Bild aus der Region Ardèche (Frankreich)


Für nächstes Jahr plane ich eine etwas längere, abenteuerliche Reise. Wir möchten eine Kanaren-Rundreise machen. Voraussichtlich mit dem Mietwagen von Unterkunft zu Unterkunft. Pro ausgewählte Insel eine Unterkunft für ca. 1 Woche. Insgesamt soll die Reise etwa 4 Wochen dauern. Es ist eine Herausforderung, da ich wie immer alles selber organisiere (kein Reiseanbieter)...
Eine Rundreise mit Kindern klingt stressig, wird es aber nicht sein, da ich pro Insel wirklich viel Zeit eingeplant habe (eine Woche), wir dann auf der jeweiligen Insel nicht von Unterkunft zu Unterkunft hoppen und auch sonst nicht absolut alles gesehen haben müssen. Es sollen ruhige Ferien werden.

Ich freue mich jetzt schon auf die Kanaren...

Diese beiden Urlaube werden gleichzeitig ein Test sein für noch intensivere Ferien im Jahr 2019. Asien ruft! Und das dann hoffentlich, wenn das Budget dann immer noch reicht, für 2-3 Monate.
Und natürlich werde ich alles hier dokumentieren!

Bei alldem vergesse ich jedoch nicht, was momentan für Zeiten auf der Welt herrschen, und helfe wo ich kann. Momentan sammle ich Sachspenden für Syrien, im Frühling schicke ich gemeinsam mit einem Hilfswerk einen Container voll mit medizinischem Material, Kleidern, Schuhen, Spielsachen, Decken, Kinderwägen und vielem mehr. Ich bin sehr froh einen Weg gefunden zu haben den Menschen in Syrien zu helfen.

Das wars wieder mal von uns! Habt noch einen schönen Rest vom Winter!

P.S.: Hier seht ihr Bilder aus unserem Alltag
P.P.S.: Wie gefällt euch das neue Design des Blogs?

Montag, 23. Januar 2017

Frage an alle Familien mit Spender

Hättet ihr ein Problem damit, wenn euch jemand anspricht, weil dessen Kind eurem Kind ähnlich sieht, und ihr dann herausfindet, dass ihr denselben Spender habt?!
Habe nun bereits das zweite Kind gefunden das den gleichen Spender wie wir hat (und vermutlich auch noch ein drittes). Es ist logisch dass das passiert, da die Schweiz sehr klein ist und die Regenbogenfamilienszene ebenfalls. Das sollte einem meiner Meinung nach bewusst sein wenn man sich für die Variante "privater Spender" entscheidet. Nun sind die Reaktionen darauf alles andere als cool. Sind wir die einzigen die kein Problem damit haben? Und nein ich habe dann nicht das Gefühl dass eine Kontaktpflicht oder sonstige Ansprüche deswegen bestehen.
Der Spender handhabt das auch locker und hat mir halt Auskunft gegeben, wir reden offen miteinander und verstehen uns gut. Vielleicht hätte ich jeweils das Ergebnis dieser Nachfrage für mich behalten sollen, denn bis jetzt gabs immer nur Probleme deswegen. Es ist doch logisch dass ich nicht zur Behörde renne und seinen Namen verrate, denn ich bin ja selber wegen meiner eigenen Kinder darauf angewiesen dass die Leute nicht rumplaudern gehen. Warum sind die Leute nicht lockerer? Wie würdet ihr reagieren? Oder habt ihr ähnliches erlebt?
Eure Meinungen dazu würden mich interessieren.

Freitag, 21. Oktober 2016

Mr. L. ist 2!




Mein lieber Monsieur L.!

Heute feierst du bereits deinen 2. Geburtstag!
Wir mussten damals Geduld haben, um dich auf dieser Welt willkommenheissen zu dürfen, denn du fandest es sehr gemütlich in meinem Bauch. Als du dann nach sehr vielen Stunden endlich angekommen bist, war ich einfach nur erleichtert und überglücklich. Ich streckte meine Arme nach dir aus, und dann lagen wir da, beide völlig fertig, und ich drückte deinen kleinen dünnen Körper ganz fest an mein Herz. Die Gefühle, die mich in diesem Moment durchfuhren, lassen sich nicht mit Worten beschreiben. Ich wusste, dass ich dich immer beschützen würde und dass ich dich immer lieben und für dich da sein werde, und zwar bis ich meine Augen für immer schliessen würde. Zwei Tage später warst du es, der uns beinahe verlassen hätte. Aber du hast gekämpft, den Engeln den Stinkefinger gezeigt und bist bei uns geblieben! Du bist unser kleiner Löwe! Heute merkt man von all dem überhaupt nichts mehr. Aus dem kleinen, feinen Baby ist ein starker Junge geworden.
Du bist ein Kind mit einem wachen Geist und einer ganz eigenen Persönlichkeit. Du plapperst viel und bist gerne unter Leuten, kannst aber auch nachdenklich sein. Du turnst gerne herum, aber am allerliebsten tanzt du, dann bist du völlig in deinem Element. Du magst schöne Tücher und Glitzer. Du siehst auch im Alltag besondere Dinge, die du uns mit einem "wow" zeigst. Sei es ein Schmetterling, Sterne am Himmel, das Rauschen des Windes oder das Plätschern des Regens. Solche Momente sind wertvoll, und sie erinnern uns daran, diese auch zu schätzen und intensiv zu leben. Es ist schön, dass es Menschen wie dich gibt, die uns das immer wieder in Erinnerung rufen.
Monsieur L., ich bin überglücklich, dass du bei uns bist, und ich freue mich auf das nächste Jahr mit dir!

Ich liebe dich.

Deine Mama

Dienstag, 11. Oktober 2016

Zum heutigen Coming-Out-Day: Flaminias Geheimnis

In diesem Beitrag wird es um etwas sehr Persönliches gehen, und ich habe lange überlegt, ob ich es wirklich veröffentlichen soll. Meine Frau hat mir aber Mut zugesprochen.
Ich weiss nicht so recht, wo ich anfangen soll...
Als Teenager hatte ich schöne, lange Haare und trug Kleidchen. Irgendwie fühlte es sich nie so ganz richtig an, aber alle sagten, ich würde schön darin aussehen, also trug ich die Kleider, und schminkte mich, obwohl mir die Augen und die Haut brannten. Für die anderen.
Dann kam als Teenager die Erkenntnis, dass ich mich für Frauen interessiere, und ich zog aus, denn zuhause konnte ich das nicht ausleben, ausserdem fürchtete ich die Reaktionen auf mein Coming Out. Ich behielt leider recht. Die Reaktionen waren so schrecklich, dass ich mir das Leben nehmen wollte. Was auch beinahe geschehen wäre.
Als ich vor bald 7 Jahren meine zukünftige Frau kennenlernte, war dieses Tal noch nicht durchschritten, sie musste miterleben, wie wir gebeten wurden, uns bitte nicht an den Händen zu halten, denn dort käme gerade ein Nachbar dahergelaufen, oder an einem Anlass wurden wir den Leuten nicht vorgestellt. Von weiteren Familienmitgliedern wurden wir nicht zu Familienfesten eingeladen, und meine ausländische Familie hatte bis vor drei Jahren immer noch Probleme damit, die soweit gingen, dass man ein Foto von uns vom Totenbett meiner Grossmutter wegriss (was diese übrigens noch bemerkte!).
Nach einiger Zeit hatte sich meine Familie jedoch wohl oder übel damit abgefunden, manche mehr, manche weniger. Wir heirateten in violetten Kleidern. Wir sagten: Entweder wir heiraten beide im Anzug oder beide in Kleidern.
Dann wurden wir schwanger. Während dieser Zeit liess ich mir meine Haare wieder wachsen, ich fühlte mich sehr weiblich, und ich fand die Schwangerschaft wirklich faszinierend. Ein neues Leben erschaffen zu können, fand ich wahnsinnig schön und aufregend. Dann kamen unsere Kinder zur Welt. LeserInnen, die unserem Blog schon länger folgen wissen, dass unser Sohn (den ich zur Welt gebracht habe), beinahe in meinen Armen gestorben wäre. Er musste dann einige Tage in der Intensivstation verbringen, und gefühlt unzählige Male musste ich mein armes krankes Baby zurücklassen, was mir jedes Mal fast das Herz aus der Brust riss. So etwas lässt niemanden unverändert. Ich fiel in eine tiefe Krise, man könnte sogar sagen, in eine Lebenskrise, obwohl es ihm danach besser ging und man ihm jetzt nichts mehr anmerkt. Ich hatte eine postnatale Depression und ein Geburtstrauma. Ich schnitt mir meine langen Haare einfach ab, mit dem Rasierer durch und fertig. Ich wusste nicht mehr, was ich wollte, wer ich war, und was ich überhaupt soll auf dieser Welt, zog mich völlig zurück, und der Rest meiner verbliebenen Kraft kam meinen Kindern zugute. Dazu hatte ich fast ein Jahr lang chronische Schmerzen im Becken aufgrund der schweren Geburt, was schliesslich zu einer Operation führte, die zu meinem Glück gelang. Danach ging es mir viel besser, jedoch blieb dieses seltsame Gefühl in meiner Seele. Nämlich, dass ich nicht wirklich ICH SELBST bin. Und dann vertraute ich Anfang dieses Jahres (oder war es Ende letzten Jahres, ich weiss es nicht mehr so genau) meiner Frau mein allergrösstes Geheimnis an. Etwas, dass ich ihr jahrelang verschwiegen hatte. Sie sollte die erste Person sein, die es erfährt.
- Schatz, manchmal fühle ich mich nicht als Frau...sondern als Mann. Aber momentan möchte ich weder das eine noch das andere sein.
Meine Frau ist sich gewöhnt, dass ich manchmal etwas seltsam bin, daher reagierte sie nicht überrascht.
- Und als was fühlst du dich gerade jetzt, fragte sie flüsternd. Und wie nennst du dich?
- Malin, sagte ich strahlend. Ein sowohl weiblicher als auch männlicher Name.
Es vergingen wieder Monate, in denen ich mich äusserlich veränderte. Ich verlor sehr viel Gewicht und wurde sportlich. Ich mistete zuhause massiv aus. Ich schmiss alle Kleidchen, die zuhinderst im Schrank vergraben waren, wütend in eine Tüte, und gab sie weg. Ich liess mir eine coole Kurzhaarfrisur verpassen. Und dann, vor kurzem, als mich wieder mal jemand mit meinem alten Namen ansprach und ich mich sehr unwohl fühlte, fällte ich eine Entscheidung. Ich möchte mit dem Namen angesprochen werden, der für mich stimmt. Kurzerhand änderte ich meinen Namen in sozialen Netzwerken. Das Herz schlug mir dabei bis zum Hals.
Doch die Zeit war nun reif für mein zweites Coming-Out. Meinen Eltern werde ich das so nicht ins Gesicht sagen, vielleicht lesen sie es mal hier, vielleicht nicht. Sie können mich so nennen, wie sie möchten, ich erwarte da gar nichts, und ehrlich gesagt ist mir ihre Meinung dazu auch nicht wichtig. Ich werde nun nach und nach überall meinen neuen Namen verwenden, auch geschäftlich.
Und hier bin ich nun, und weiss nicht, wie das alles weitergehen wird. Vielleicht wars das jetzt, neuer Name, eine offen gelebte Identität. Vielleicht auch nicht. Wir werden sehen. Momentan stimmt es so für mich, und ich bin so froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Ich entspreche nicht der Norm, aber das muss ich auch nicht. Ich muss mich auch nicht entscheiden oder mich in eine Schublade stecken lassen.
Ich kann einfach so sein, wie ich bin.
Ich fühle mich frei.

 









Freitag, 30. September 2016

BIG Update

Meine Lieben, bei uns tut sich Einiges. Deshalb komme ich kaum noch dazu, meinen Blog zu pflegen. Das hole ich nun mit einem schön aufbereiteten BIG Update nach!

Die Kids
Unsere Schätzchen haben inzwischen riesige Sprünge gemacht. Sie sprechen viel mehr als noch im Frühling, jedoch noch keine Zweiwortsätze. Aber die Anzahl Dinge die sie benennen können, kann man inzwischen nicht mehr zählen. Weiterhin wichtig ist ihnen ihr nahes Umfeld mit Verwandten, die ihnen nahestehen. Sie mögen zwar eine gewisse Alltagsroutine, haben aber auch kein Problem damit wenn wir mal einfach wegfahren, das finden sie sehr aufregend. Solange das Essen gewährleistet ist.
Während dem Essen müssen wir schauen dass sie nicht übermütig werden, die Teller vom Tisch fegen und mit dem Besteck um sich werfen. Wir mussten strenger werden und ihnen auch einfach den Teller wegnehmen, ohne Vorwarnung. Das Besteck gibts auch nicht mehr, wenn es weggeworfen wird. Wir haben beim Essen ausserdem die Regel, dass die Kids sitzen bleiben sollen, bis sie uns sagen, dass sie "fertig" sind. Und das ist man ja nicht, wenn man erst drei Bissen zu sich genommen hat, sie verneinen dann auch wenn wir fragen ob sie fertig sind. Sie müssen dann jedoch nicht warten, bis wir fertig gegessen haben. Sie dürfen dann spielen gehen, und wir können uns dann mal etwas normal unterhalten. Seit wir strenger geworden sind, klappt es bereits viel besser.

Es gibt aber auch sehr viele tolle Momente, ich liebe dieses süsse laute Lachen der beiden und ihre verschmitzten Gesichtsausdrücke wenn sie wieder etwas aushecken. Und die kleinen Geschenke, die sie uns freudestrahlend bringen (Blätter, Steine). Sie machen mich stolz, wenn sie herumliegenden Müll aufsammeln und gewissenhaft entsorgen möchten (Aussage mit ernstem Gesichtsausdruck: "Müll!!!"), und wenn sie sich bei jemandem bedanken. In Kindergruppen haben sie nie Probleme, ihre Sachen mit anderen zu teilen, und sie wissen auch ganz genau, was ihnen gehört und was nicht, und geben es sofort zurück wenn eine andere Mutter das Spielzeug einfordert (ja, manche Eltern mischen sich eben immer ein, mehr sollte ich lieber nicht dazu sagen).
Jetzt kommen sie in ein Alter in dem Mlle J. und Mr. L. wirklich miteinander statt nebeneinander spielen können, das ist toll mitanzusehen, wie sie gemeinsam vertieft spielen und dabei in ihrer ganz eigenen Sprache miteinander plappern. Es ist schön, wenn sie plötzlich in einem lustigen Singsang sämtliche Namen aller Menschen, die ihnen nahestehen, aufzählen. Und dieses Vertrauen, dass sie in uns haben, diese Verbundenheit, ist sehr spürbar.

Bezüglich dem Thema Spielen habe ich lange recherchiert, denn ich war unzufrieden mit der Situation, die wir hatten. Im Wohnzimmer hatten wir einfach eine Kiste mit einem Durcheinander an Spielzeugen. Sie schienen damit überfordert oder unterfordert zu sein, denn statt damit zu spielen warfen sie es in der Gegend herum. Ich habe dann Montessori entdeckt und einiges angepasst. Und siehe da: Es wird jetzt so gut wie nichts mehr herumgeschmissen. Wir haben auch einiges entfernt das völlig überflüssig war, z.b. dutzende Plüschtiere. Auch haben wir den Spielzeugbestand reduziert, es war einfach zu viel, ausserdem finden sie vieles nichts mal sonderlich interessant, da es sie langweilt (Sachen mit Knöpfen z.B.). Ausserdem habe ich alles, was nicht altersgerecht ist, entfernt. Das Spielzeug, dass wir damals während der Schwangerschaft von den Leuten erhalten haben und im Estrich vor sich hin wartet sind wir am sortieren, und alles was zuviel ist wird weitergegeben. Geblieben sind nun im Wohnzimmer: Bauklötze, Schaukeltiere, Bücher, Musikinstrumente, Bücher, einfache Puzzles (die jedoch noch nicht interessant für sie sind) Spieltierchen und einen Puppenwagen mit Puppen, alles geordnet. Die schreckliche Wühlkiste gibts natürlich nicht mehr. Im Estrich: Lego, Barbies und Playmobil für später. Draussen: Sandspielzeug und Bälle, nebst Schaukel, Rutschbahn und Sandkasten.
Die Kinderzimmer sind wir aufgrund der neuen Betten gerade am einrichten, aber diese möchte ich eher puristisch halten, es sollte ein Ruheort sein und nicht ein quitschbuntes Durcheinander (ihr wisst was ich meine). Ich poste dann hier Bilder, sobald wir damit fertig sind. Ich bin mir schon bewusst dass sich das eventuell wieder ändern könnte, wenn sie grösser werden und "ihre" Spielsachen vielleicht im eigenen Zimmer haben möchten, doch vorerst soll das Wohnzimmer das Spielzimmer sein.
Am Geburtstag von Mlle. J. baten wir die Leute, statt Dingen Erlebnisse zu schenken, was aber leider nicht so sehr Anklang fand (ausser bei meiner Schwester, die Mlle. J. einen Tag im Zoo schenkte, und Mr. L. erhält dann dasselbe), stattdessen schenkten die Leute dann Geld. Schade, Zeit ist doch wichtiger als Geld, aber mit dieser Meinung scheinen wir hier ziemlich alleine zu sein...sie haben Kinderkonten, auf die ich solches Geld überweise, und ich kann nur hoffen, dass sie dann mit 18 eine schöne Reise damit machen, statt es zu verprassen, aber das liegt dann nicht mehr in meiner Hand.
Als die Kids damals ein Jahr alt wurden, bekamen sie einen riesigen Geschenkeberg, es war einfach viel zu viel. Wir möchten das so nicht mehr. Es ist uns wichtig, dass das Spiel auch Qualität hat und idealerweise auch das Gehirn anregt, statt einen Haufen ungeordneter Spielsachen zu haben, die erst noch zu 80% überhaupt keinen Sinn machen und mit denen man nicht mal richtig spielen kann.

Die Kids am Staubsaugen. Chaotisches Alltagsbild. :-D

Unsere Kids sind sehr selbständig, aber wir haben ihnen halt nie viel abgenommen, sondern sie ermuntert, es doch selber zu versuchen. Sie können sich die Hände waschen, ihre Kleider ausziehen, Kleider auswählen, kleine Aufträge ausführen und vieles vieles mehr. Neuerdings wollen sie auch bei allem was wir tun "helfen". Der Staubsauger hat so viel von seinem Schrecken verloren.

Unterwegs

Wasser ist immer interessant
Mit dem grossen Freund

Die beiden sind immer noch gerne draussen unterwegs, das wird sich hoffe ich nie ändern!
Sie sind ein unzertrennliches Team, sobald sie morgens aufwachen sagen sie als erstes den Namen ihres Geschwisters. Das ist wirklich süss. Sie können aber auch wirklich fies zueinander sein, reissen sich an den Haaren, beissen und schlagen einander. Das ist jedoch normal, in diesem Alter können sich Kinder noch nicht in andere versetzen. Wir sagen ihnen dann jeweils "schau mal, sie weint und ist traurig, du hast ihr wehgetan", und wir achten dabei dass sie dann ins Gesicht des Geschwisterchens blicken, damit sie mit der Zeit lernen, wie jemand aussieht der traurig ist. Inzwischen haben sie das "trösten" für sich entdeckt, sie streicheln dann reumütig dem Geschwisterchen über den Kopf.

Beim Schlafen ist es so dass seit kurzem jedes Kind sein eigenes Zimmer hat, und auch kein Babybett mehr, sondern ein richtiges Bett! Als die Betten geliefert wurden, hatten sie beide sehr Freude, Mr. L.sagte mehrere Tage lang immer wieder "merci, danke!" und wollte sofort darin schlafen. Mlle. J. dann auch, nachdem sie sich nach etwas Übergangszeit (zuerst noch im Babybett) daran gewöhnt hatte. Bisher hatten sie ein gemeinsames Zimmer, das ging jedoch nicht mehr da sie sich in der Nacht gegenseitig geweckt haben. Die Nächte sind nun wieder etwas ruhiger geworden. Wenn sie uns in der Nacht rufen oder sogar weinen nehmen wir sie immer sofort in unser Bett, in der Regel kann dann weitergeschlafen werden. Sie haben oft Albträume, und manchmal sind sie krank, da lassen wir sie nicht alleine damit. Manchmal wachen wir zu viert im Bett auf, vor allem in Krankheitsphasen, deshalb überlegen wir uns, unser Bett zu einem Familienbett zu vergrössern, da es in diesem Fall doch recht eng wird. Zum Einschlafen hat jedoch jedes Kind sein eigenes Bett, und das funktioniert auch gut, sie weinen nicht wenn sie ins Bett gehen. Sie klettern selber aufs Bett, legen sich hin und wollen noch einen Gutenachtkuss. Sie wissen dass wir da sind wenn sie ein Problem haben, oft weinen sie nicht einmal, sondern rufen einfach laut "Mama", ausser bei Albträumen. Mr. L. möchte seit kurzer Zeit, dass die Zimmertüre offenbleibt (er sagt dann beim Zubettgehen "offlo") und dass das Ganglicht eingeschaltet ist. Mlle. J. hingegen braucht absolute Dunkelheit.

Und wir haben so den Rest des Abends für uns, tauschen uns über den Tag aus, was alles gelaufen ist, was wir in nächsten Zeit tun müssen und natürlich auch noch lockere Themen. Das ist uns wichtig.
Fernsehen tun wir alle übrigens nie, wir haben den unbenutzten Fernseher inzwischen aus dem Wohnzimmer verbannt. Ich war überrascht zu sehen, wie viele Leute ihre Kids bereits mit zwei Jahren oder sogar jünger täglich vor den Fernseher stellen, und das teilweise bei schönstem Wetter, und uns fragen welche Sendungen unsere Kids denn schon kennen (so geschehen übrigens ausgerechnet bei einer Trageberaterin, solche Mütter erstaunen mich am meisten, hängen gegen aussen in sozialen Netzwerken die totale Öko-Mutti heraus, und dann sowas...ah ja, und ob dieses trendige "abhalten" eines Babys vor dem Fernseher sinnvoll ist, ich weiss nicht *seitenhieb*).
Das kommt für uns nicht in Frage. Wenn sie ein paar Jahre alt sind können sie vielleicht mal bei Regenwetter einen Film schauen, aber sonst?
Unsere sind nicht mal interessiert, wenn bei jemandem der Fernseher läuft, sie suchen sich dann etwas zum Spielen...

Was läuft sonst? Ach ja, Mlle. J. geht immer wieder aufs Töpfchen und Klo und macht Pipi. Momentan lassen wir seit einigen Tagen die Windeln einfach weg. Mr. L. versucht es wie ein Verrückter und ist recht frustriert dass er es nicht schafft (er macht sich selber Druck wegen seiner Schwester, wir zwingen ihn natürlich nicht dazu). Einmal schüttete er Wasser ins Töpfchen und behauptete, er hätte Pipi gemacht. Schlaues Kerlchen. Er ist noch nicht bereit, aber er ist ja auch noch nicht einmal zwei Jahre, deshalb machen wir mit ihm noch nichts in Richtung Trockenwerden wie bei Mlle J.

Bücher sind hier der Hit gerade. Wir müssen mehrere am Tag vorlesen und sie schauen viel auch selber an. Das hilft sehr um Wörter zu lernen, wir lesen aber nicht nur vor sondern fragen sie auch viel ("Was machen die Enten hier" usw.).

Sie hängen zwar sehr aneinander, sind aber im Wesen doch recht unterschiedlich. Wir haben beobachtet, und ja, durch Beobachten kann man vieles bei den Kindern entdecken, dass sich Mr. L. teilweise in das Wohnzimmer zurückzieht und das Türgitter hinter sich schliesst, dann gemütlich aufs Sofa sitzt und sich völlig in ein Buch vertieft, mit dabei oft sein Kuschelelefant und eine Decke, hinter sich drapiert er ein Kissen. In diesem Moment möchte er NICHT gestört werden. Es kann sein dass in der gleichen Zeit Mlle. J. Energie rauslassen will (und davon hat sie eine Unmenge...) und wir ihr ein Rutschauto anbieten, mit dem sie dann ausgelassen im Gang rumkurven kann. Das gleiche passiert draussen, das eine Kind möchte noch Enten beobachten, während das andere rumrennen will.
Aufgrund dieser unterschiedlichen Bedürfnisse ist es ein weiterer Vorteil, wenn jedes Kind sein eigenes Zimmer hat, das man dann individuell einrichten kann.
Das wars glaube ich zum Thema Kids. Wenn Fragen auftauchen, dann einfach fragen!

Job- und Wohnsituation
Seit Mai dieses Jahres arbeitet meine Frau wieder ein bisschen. Nachtwache, ca. 30%. Es ist ein super Betrieb, der auf uns Rücksicht genommen hat und nur die Nächte einplant, bei denen ich am nächsten Morgen nicht arbeiten gehen muss (es war enorm schwierig, so einen Betrieb zu finden!). Ich arbeite weiterhin 80%, doch wenn alles so läuft wie geplant, kann ich bald auf 50% reduzieren, und meine Frau stockt auf 50% auf.
Leider leben wir weiterhin in Ungewissheit in der jetzigen Wohnung, sie können uns nie sagen, ob sie das alte Haus nun abreissen wollen oder so lassen. Langsam nervts, denn unser Vertrag läuft im Mai nächsten Jahres aus, und wir sollten langsam wissen, ob es uns verlängert wird oder ob wir gehen müssen. Denn man kann sich doch vorstellen, dass eine Wohnungssuche von zwei Frauen mit zwei Kleinkindern und auch noch mit zwei Katzen und einer Schildkröte im Schlepptau nicht wirklich simpel ist. Gerne erinnere ich an das Erlebnis vor einigen Jahren, als man uns (noch ohne Kids) mit den Worten ablehnte: "Wir suchen ein Paar, das aus Mann und Frau besteht". Waaah nein.

Was sonst noch lief

In Frankreich

Ende August waren wir zum ersten Mal seit drei Jahren wieder bei meiner Familie in Frankreich. Ich war recht nervös, denn vor einigen Jahren hatte dieser Teil meiner Familie ein riesiges Problem mit meinem Coming-Out, inklusive ein paar wirklich sehr schreckliche Vorkommnisse. Inzwischen war jedoch Staub darüber und sie hatten sich offenbar eingehend mit der Thematik befasst. Meine Angst stellte sich als völlig unbegründet heraus. Wir wurden herzlich empfangen, die Einliegerwohnung war für uns bereit als wir ankamen, die Fenster weit geöffnet, mein Grossvater stand lächelnd davor (ein Bild mit Symbolcharakter, ihr versteht...). Die Kinder wurden geherzt und wir wurden reichlich mit Gaben überhäuft. Meine Frau wurde hochgelobt, es wurde ziemlich übertrieben, aber so sind sie eben. Abends sassen wir immer alle zusammen. In der Nähe gab es Seen, sodass wir jeden Tag baden gegangen sind. Die Kids waren begeistert. Nur schlafen wollten sie dort nicht richtig, Mr. L. konnte sogar nur in meinem Arm einschlafen. Alles in allem aber ein gelungener Urlaub! Seither nennt mich Mr. L. "Maman".

Wir können bald einen VW-Bus von einer anderen Regenbogenfamilie ausleihen, um mal zu sehen wie das ist. Da das Chalet meiner Eltern verkauft wird und auch der feste Wohnwagen meines Schwiegervaters in Deutschland, suchen wir gerade nach einer Alternative, um trotzdem kostengünstig mal für ein paar Tage wegfahren zu können (ein Urlaub pro Jahr am Meer liegt drin, mehr nicht, aber trotzdem möchten wir auch sonst herumreisen können). Wenn es uns gefällt, würden wir uns vielleicht einen kaufen.


Das wars wieder mal von uns!

Wir in der Zeitschrift "Beobachter"

Auch online hier zu sehen:

http://www.beobachter.ch/gesellschaft/artikel/familie-heute_recht-und-realitaet-driften-auseinander/

Freitag, 12. August 2016

Fragerunde - Die Antworten

Jetzt gehts ans Beantworten eurer Fragen!


Jana: Mich würde interessieren, ob ihr noch weiteren Nachwuchs plant und wenn ja, ob mit dem gleichen Spender. Ansonsten freu ich mich von euch zu lesen! 

Hahaha, mit dieser Frage habe ich natürlich gerechnet, und sie wurde auch gleich als erstes gestellt. Wir hatten ja beide nicht  so einfache Schwangerschaften und vor allem schwierige Geburten. Meine Frau möchte nicht mehr schwanger werden. Ich selber würde irgendwann in ein paar Jahren (wenn die Kids 4 oder 5 sind) nochmals ein Kind bekommen. Warum eine so lange Wartezeit? Erstens hatte ich leider ein Geburtstrauma, das ich immer noch verarbeiten muss, es wäre absolut unvernünftig, jetzt oder in nächster Zeit schwanger zu werden. Ich bin noch nicht bereit. Zweitens sind wir gerade wirklich ausgelastet mit zwei gleichaltrigen Kleinkindern. Sie sind beide sehr aktiv und lebendig, ausserdem sind wir gerade am schauen, wie wir ihren doch recht unterschiedlichen Bedürfnissen begegnen können (mehr dazu im Update). Ich kann mir deshalb jetzt gerade kein Baby in unserer Familie vorstellen. Was wir uns jedoch seit längerem vorstellen können, ist ein Langzeit-Pflegekind. Allerdings erst ab Ende nächsten Jahres, und wer weiss ob wir überhaupt als Pflegefamilie angenommen werden würden. Ein weiterer Grund ist unsere momentane ungewisse Job- und Wohnsituation, wir würden beides gerne komplett wechseln und völlig woanders unsere Zelte aufschlagen. Auch dazu dann mehr im Update.
Ah ja, und wenn es in ein paar Jahren soweit sein sollte bezüglich Baby, würden wir wieder den gleichen Spender nehmen, sofern dieser immer noch spenden möchte. Einen anderen Spender kann ich mir nicht vorstellen, da wir ja möchten, dass unsere Kids untereinander biologische Halbgeschwister sind. Und nein nach einem dritten Kind wär keins mehr geplant. Drei Kinder plus eventuell ein Pflegekind, das reicht dann.


Sternchen: Mich würde noch interessieren, was ihr so an der Pride erlebt habt. Ich und meine Partnerin konnten nämlich leider dieses Jahr nicht teilnehmen... 


Wir waren in Zürich am Umzug, wo wir mit den Regenbogenfamilien mitgelaufen sind. Eigentlich wollten wir unseren Bollerwagen mitnehmen, doch wegen des ungewissen Wetters musste dieser zuhause bleiben.
Stattdessen sind wir mit dem Bimmelbähnchen gefahren, und als die Kids die Nase voll davon hatten liefen wir auf der Strasse mit, Mr. L. auf dem Rücken in der Trage, Mlle. J. im Buggy.
Die Kids waren sehr interessiert, sie sahen bedeutend mehr als letztes Jahr, wo sie den ganzen Demonstrationszug verschlafen haben ;-).
Auf dem Festgelände haben wir zuerst mal was gegessen, und es gab zum Glück einen Spielplatz, wo die Kids rumtoben konnten. Dann wollten wir das Gelände eigentlich langsam verlassen, doch Mr. L. zog es Richtung Musik. Wir musste einfach dortbleiben und ihn tanzen und staunen lassen. Er fühlte sich sichtlich wohl in der Menge. Inzwischen war Mlle. J. eingeschlafen. Mr. L. hingegen tanzte und hüpfte um die Wette, sagte laut "WOOOOW" wenn eine Dragqueen vorbeilief und schwenkte einen Regenbogen-Ballon hin und her. Die Leute hatten sehr Freude.
Wir liessen in natürlich "feiern", bis auch er müde wurde.
Wir wurden aufgrund des Brigitte-Mom Artikels erkannt und einige Frauen erkundigten sich bei uns, wie man eine Familie gründen könne. Somit hoffe ich in den nächsten Jahren noch mehr tanzende Regenbogen-Babys zu sehen!

Donnerstag, 4. August 2016

Fragerunde

Es ist wieder mal Zeit, eine Fragerunde zu machen!
Habt ihr Fragen zu unserem Alltag, unserer Familie oder Sonstigem?
Schreibt eure Frage(n) hier als Kommentar. Falls genügend zusammenkommen, mache ich einen separaten Blogpost.
Und ja ich arbeite an einem Update zu den Kids und zu unseren geplanten Projekten und es gab auch einige Veränderungen bei uns. Es braucht einfach alles seine Zeit, bis ich es in ansprechender Form hier präsentieren kann, da ich gerade sehr viel zu tun habe.

Freitag, 22. Juli 2016

Frage an alle Familien

An alle Familien, die hier mitlesen (egal welche Familienform):
Wie verhält es sich bei euch mit Kontakten zu anderen Familien? Habt ihr viele Kontakte? Oder bleibt ihr als Familie eher für euch?
Wir haben Mühe, Kontakte zu finden, was sehr schade ist. Irgendetwas funktioniert immer nicht, entweder haben die Leute nie Zeit, oder sie melden sich nicht mehr obwohl man teilweise mehrfach nachgefragt hat, oder sie haben irgendwas an einem auszusetzen...wir respektieren immer die Meinung anderer und verurteilen niemanden, auch treten wir nicht besserwisserisch auf. Ich habe also keinen blassen Schimmer, wo der Haken ist...ich habe es ehrlich gesagt langsam aufgegeben...
Mich würde es einfach mal interessieren, wie es bei anderen so ist. Ob wir einfach nur Pech hatten oder ob es ein generelles Problem bei so manchen ist. Und auch, ob es sich je nach Alter der Kinder verändert (ob ihr z.B. als die Kinder Babys waren eher weniger und als die Kids in den Kindergarten gingen eher mehr Kontakte hattet etc.).
Ihr könnt mir auch eine E-Mail schreiben, wenn ihr es nicht als Kommentar schreiben möchtet.
Ich hoffe auf einige Rückmeldungen.

Freitag, 8. Juli 2016

Neu: Instagram-Account

Ich dachte mir, why not?
Ein kleiner Instagram-Account mit Fotos aus unserem Alltag wäre doch was.
Ihr findet ihn hier:
https://www.instagram.com/flaminia.piponella/